
„An it harm none, do what ye will.“
„Tu, was du willst – doch schade niemandem damit.“
Hier kommst du direkt zu den magischen Wegen
Magische Wege können ganz unterschiedlich aussehen. Auf meinem Weg gehören Rituale, Wahrsagungen und der Jahreskreis zu drei Bereichen, die sich immer wieder miteinander verbinden: Natur, Energie, Intuition, Wissen und bewusste Absicht.
Jeder dieser Wege hat seine eigene Bedeutung. Manche Dinge helfen uns, Energie bewusst auszurichten, andere machen sichtbar, was sich im Augenblick zeigt, und wieder andere erinnern uns daran, dass wir Teil der natürlichen Kreisläufe sind.
Für mich beginnt Magie dabei nicht bei einem Werkzeug oder einer bestimmten Handlung. Sie entsteht aus dem Zusammenspiel von Absicht, Energie und dem, was wir daraus machen.
Schau dich um, entdecke die verschiedenen Wege und folge dem, was deine Neugier weckt.
Rituale helfen mir, Absicht und Energie bewusst auszurichten. Dabei verbinde ich unter anderem Natur, Elemente, Kräuter, Kerzen, Symbole und den richtigen Zeitpunkt.
Karten, Runen und Pendel können sichtbar machen, was im Augenblick wirkt und welche Entwicklung sich daraus zeigen kann. Sie nehmen dir keine Entscheidung ab – sie geben einen Blick auf den Weg, auf dem du gerade stehst.
Freiheit und Verantwortung im Wicca
Wicca besitzt keine zentrale Kirche, keine oberste Instanz und kein für alle Traditionen verbindliches Gesetzbuch. Gerade deshalb gibt es unterschiedliche Strömungen und Auslegungen. Trotzdem haben sich einige ethische Leitgedanken entwickelt, die innerhalb des Wicca sehr weit verbreitet sind.
Der bekannteste davon ist die Wiccan Rede:
„An it harm none, do what ye will.“
Sinngemäß bedeutet sie:
„Tu, was du willst – solange du niemandem schadest.“
Dabei geht es nicht nur um Freiheit. Die Rede verbindet die Freiheit, den eigenen Weg zu wählen, mit der Verantwortung, über die Folgen des eigenen Handelns nachzudenken. Die Wiccan Rede wird in vielen Traditionen als zentrale ethische Orientierung verstanden, aber nicht von allen Wicca identisch ausgelegt oder überhaupt als verbindliche Regel anerkannt.
Ein weiterer verbreiteter Gedanke ist die Dreifachregel, auch Threefold Law oder Law of Threefold Return genannt. Vereinfacht beschreibt sie die Vorstellung, dass das, was ein Mensch in die Welt gibt – Gutes ebenso wie Schädliches – zu ihm zurückkehrt, häufig sinnbildlich als dreifache Wiederkehr. Auch hier unterscheiden sich die Auffassungen: Manche verstehen dies als spirituelles Gesetz, andere eher als Mahnung, dass Handlungen Auswirkungen und Konsequenzen haben.
Beide Gedanken führen zu einem ähnlichen Kern:
Ein freier magischer Weg bedeutet nicht, tun zu können, was man möchte, ohne über die Folgen nachzudenken. Freiheit und Verantwortung gehören zusammen.
Meine Sicht auf Verantwortung
Für mich bedeutet Verantwortung auf dem Weg einer Hexe mehr, als einfach eine Regel zu befolgen.
„Tu, was du willst – aber schade niemandem damit.“
Dieser Satz hat auf meinem Weg einen hohen Stellenwert. Doch für mich bedeutet er nicht, dass ich alles hinnehmen muss oder mich nicht wehren darf.
Ich schade niemandem grundlos. Aber ich schütze mich, ich wehre mich und ich schütze die Menschen, die in meinem Herzen sind.
Eine Hexe sollte für mich niemals aus Überheblichkeit handeln. Sie sollte wissen, warum sie etwas tut, ihre Absicht kennen und bereit sein, die Verantwortung für das zu übernehmen, was sie damit in Bewegung setzt. Denn nicht jede Entscheidung besitzt nur eine gute Seite.
Für mich gibt es im Leben selten nur Schwarz oder Weiß, Gut oder Böse. Etwas, das einem Menschen hilft, kann für einen anderen einen Verlust oder Nachteil bedeuten. Licht und Schatten gehören zusammen, genauso wie Geben und Nehmen. Alles verlangt auf seine Weise nach einem Ausgleich.
Das bedeutet aber nicht, dass dadurch jede Handlung erlaubt wäre. Auch Gegenwehr hat Grenzen. Selbst einem Menschen, der mir Böses getan hat, würde ich grundlegende Dinge wie Essen oder Wasser nicht verweigern.
Mich zu schützen bedeutet für mich nicht, meine eigene Menschlichkeit aufzugeben.
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Absicht, Energie und die Folgen meines Handelns
In meinen Augen steht keine Handlung vollkommen für sich allein.
Was wir sagen, entscheiden oder mit unserer Absicht und Energie in Bewegung bringen, kann Folgen haben, die weit über den ersten Augenblick hinausreichen.
Deshalb reicht es für mich nicht, nur zu fragen:
Was möchte ich erreichen?
Ich muss auch hinschauen:
Warum möchte ich es?
Was setze ich damit in Bewegung?
Welche Folgen kann es haben?
Und bin ich bereit, diese Verantwortung zu tragen?
Auch besondere Energien nehmen mir diese Entscheidung nicht ab. Vollmond, Neumond, eine Sonnenfinsternis oder andere kraftvolle Zeitpunkte können für mich Energie tragen und verstärken. Doch keine Energie entscheidet an meiner Stelle. In meinem Sonnenfinsternis-Buch beschreibe ich genau diesen Gedanken: Keine Eklipse nimmt mir meine Verantwortung ab – die eigentliche Magie liegt für mich im bewussten Handeln.
Denn Magie beginnt für mich nicht beim Werkzeug, nicht bei der Kerze und nicht bei einem gesprochenen Satz.
Sie beginnt mit der Absicht.
Ein Ritual kann Energie bündeln und der Absicht eine Richtung geben. Aber die Verantwortung dafür bleibt bei dem Menschen, der damit arbeitet. Auch in Die drei Augen einer Hexe beschreibe ich, dass ein Ritual seine Kraft durch Klarheit der Absicht, Verantwortung und die innere Verbindung erhält – nicht allein durch ein Werkzeug.
Für mich gehören deshalb Absicht, Energie und Verantwortung immer zusammen.
Ich entscheide, was ich in Bewegung setze.
Und ich trage Verantwortung für das, was aus meiner Entscheidung entstehen kann.
Jeder magische Weg ist anders
Es gibt nicht den einen magischen Weg, der für jeden Menschen richtig ist.
Manche fühlen sich besonders zu Ritualen hingezogen, andere zu Karten, Runen oder dem Pendel. Wieder andere finden ihre stärkste Verbindung in den Jahreszeiten, im Mond, in Kräutern, der Natur oder in der stillen Wahrnehmung ihrer eigenen Intuition.
Für mich muss ein Hexenweg deshalb nicht nach einem festen Muster aussehen. Wissen darf gelernt werden, Erfahrung darf wachsen und der eigene Weg darf sich verändern.
Wichtig ist für mich, dass du nicht einfach etwas übernimmst, nur weil jemand sagt, dass es so sein müsse. Schau hin. Frage nach. Lerne. Probiere aus. Spüre, was zu dir gehört – und gehe dabei bewusst mit deiner Absicht und deiner Verantwortung um.
Dein Weg muss nicht meinem gleichen.
Er muss zu dir gehören.
Vielleicht beginnt er mit einem Ritual.
Vielleicht mit einer Rune, einer Karte oder einem Pendel.
Vielleicht mit dem Mond über dir oder mit einem stillen Augenblick mitten in der Natur.
Manchmal beginnt ein magischer Weg einfach dort, wo du anfängst, bewusster hinzusehen.
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