Was sind Mondphasen?

Der Mond verändert sich nicht wirklich von Nacht zu Nacht.

Was sich verändert, ist das Licht, das wir von ihm sehen.

Je nachdem, wie Mond, Erde und Sonne zueinander stehen, erscheint uns der Mond als schmale Sichel, als Halbmond, als fast voller Mond oder schließlich als Vollmond. Danach wird sein sichtbares Licht wieder weniger, bis der Kreis von Neuem beginnt.

Ein kompletter Mondzyklus dauert ungefähr 29,5 Tage. Für mich ist dieser Wandel mehr als nur etwas, das ich am Himmel beobachte.

Ich arbeite mit ihm.

Denn jede Phase trägt eine andere Bewegung in sich.

Etwas beginnt.

Etwas wächst.

Etwas erreicht seinen Höhepunkt.

Etwas nimmt wieder ab.

Und irgendwann entsteht daraus wieder ein neuer Anfang.

Genau deshalb spielt der Mond in meiner magischen Arbeit eine wichtige Rolle.

Wenn ich ein Ritual plane, schaue ich nicht nur darauf, was ich erreichen möchte, sondern auch darauf, welche Mondphase diese Absicht am besten unterstützt.

Was wachsen soll, braucht für mich eine andere Energie als etwas, das gehen darf.

Was gestärkt werden soll, arbeitet anders als etwas, das beendet oder gebannt werden soll.

Der Mond gibt mir dabei keinen festen Befehl. Er zeigt mir den Rhythmus, mit dem ich arbeiten kann.

Welche Mondphase passt zu welchem Ritual?

Nicht jede magische Arbeit passt für mich zu jeder Mondphase.

Ich schaue darauf, was wachsen, was gestärkt, was beendet oder was losgelassen werden soll. Danach richtet sich, mit welcher Mondenergie ich arbeite.

🌑 Neumond

Neubeginn · Wünsche · neue Wege · neue Absichten

Der Neumond steht für mich am Anfang eines neuen Zyklus.

Er passt zu allem, was neu entstehen oder bewusst begonnen werden soll.

Gut geeignet für:
Neuanfang · Wünsche · neue Projekte · persönliche Veränderung · neue Beziehungen · neue Ziele

🌒 Zunehmender Mond

Wachstum · Anziehen · Stärken · Aufbau

Mit dem zunehmenden Mond wächst das sichtbare Licht.

Deshalb nutze ich diese Phase für alles, was mehr werden, wachsen oder stärker werden soll.

Gut geeignet für:
Liebe · Erfolg · Wohlstand · Selbstvertrauen · Schutz stärken · Kraft · Wachstum · Heilungsarbeit

🌕 Vollmond

Kraft · Höhepunkt · Verstärkung · Erkenntnis

Der Vollmond ist für mich eine besonders kraftvolle Zeit.

Was bereits da ist, kann verstärkt werden. Auch Wahrsagung, Intuition und spirituelle Arbeit haben hier einen starken Platz.

Gut geeignet für:
Manifestation · Schutz · Liebe · Divination · Energiearbeit · Aufladen magischer Gegenstände · Verstärkung bestehender Rituale

Auch bei einem Fluch kann der Vollmond passen, wenn seine Kraft bewusst verstärkt werden soll.

🌘 Abnehmender Mond

Loslassen · Trennen · Verbannen · Beenden

Wenn der Mond abnimmt, arbeite ich mit allem, was ebenfalls weniger werden oder aus meinem Leben verschwinden soll.

Gut geeignet für:
Loslassen · Reinigung · Trennung · Verbannung · alte Gewohnheiten · belastende Verbindungen · unerwünschte Einflüsse

Auch Flüche, bei denen etwas geschwächt, begrenzt, vertrieben oder beendet werden soll, passen für mich besonders gut in diese Phase.

🌑 Dunkelmond

Rückzug · Schattenarbeit · Abschluss · Ahnen

Der Dunkelmond liegt für mich zwischen Ende und Neubeginn.

Noch beginnt nichts Neues. Erst einmal darf etwas still werden.

Gut geeignet für:
Schattenarbeit · Ahnenarbeit · Rückzug · tiefe Innenschau · endgültige Abschlüsse · Bindungs- und Trennungsarbeit

Der Neumond beginnt. Der Dunkelmond beendet.

Die Monde im Jahreslauf

Jeder Vollmond trägt seinen eigenen Namen, seine eigene Stimmung und seine eigene Bedeutung.

Der Mond in meiner magischen Arbeit

Für mich ist der Mond kein Schmuck am Himmel.

Ich beziehe seine Phasen bewusst in meine magische Arbeit ein, weil jede von ihnen eine andere Bewegung mit sich bringt.

Wenn ich etwas beginnen oder wachsen lassen möchte, arbeite ich anders als dann, wenn etwas gelöst, beendet oder vertrieben werden soll.

Auch bei Schutz, Manifestationen, Flüchen, Trennungen oder Schattenarbeit schaue ich deshalb darauf, welche Mondphase zu meiner Absicht passt.

Nicht jede Energie gehört für mich zu jedem Zeitpunkt.

Der zunehmende Mond trägt Aufbau und Wachstum.

Der Vollmond verstärkt.

 

Der abnehmende Mond hilft beim Loslassen, Schwächen und Verbannen.

Und der Dunkelmond führt für mich tiefer nach innen – zu Rückzug, Abschluss, Ahnen- und Schattenarbeit.

Dabei geht es mir nicht darum, jede magische Handlung nach einem starren Kalender auszurichten.

Für mich bedeutet Mondarbeit vielmehr, den Rhythmus zu kennen und bewusst mit ihm zu arbeiten.

Denn der Mond verändert sich ständig.

Und trotzdem kehrt er immer wieder zurück.

Genau darin liegt für mich seine Kraft: Wandel und Wiederkehr gehören zusammen.